Nach der Enttäuschung des knapp verpassten Aufstiegs und einer gefühlt unendlich langen Sommerpause startete der TuS Ofen am Samstag mit großen Ambitionen in die neue Basketball-Saison. Nach einem guten zweiten Platz in der vergangenen Kreisliga-Saison debütierten die 49ers nun in der neu gegründeten Kreisliga Süd-West, die Mannschaften aus den Unterbezirken Oldenburg und Ostfriesland vereint.

Viele der Gegner in dieser Saison sind dabei „Unbekannte“ und folglich ging die Mannschaft mit einer gehörigen Portion Ungewissheit in das erste Heimspiel, bei die zweite Mannschaft des TuS Aschendorf von Spielertrainer Viktor Siegfried zu Gast war.

Bereits von Beginn an machte das 49ers-Team von Trainer Hendrik Heißelmann mit seiner konzentrierten Spielweise deutlich, dass die beiden Punkte heute in Ofen bleiben sollen.

Aus einer intensiven Verteidigung heraus gelang den 49ers mit einem 11:0 Lauf in den ersten fünf Spielminuten ein exzellenter Start. Dabei zeigten sich die Ofener in der Offensive variabel mit Korbabschlüssen aus dem Fastbreak durch Chris Köhler und Daniel Hirsch sowie guten Abschlüssen aus den Systemen heraus durch Alex Müer und den Topscorer der vergangen Spielzeit Paul Nachtigal. Den Gästen aus Aschendorf gelang es lediglich durch ein starkes Viertel ihres Center-Spielers, der alle acht Punkte für sein Team erzielte, noch den Anschluss zu halten.

Nach der Viertelpause beim Stand von 21:8 legten die Gastgeber aus Ofen jedoch weiter nach und konnten mit einem erneuten 12:0 Lauf ihre Führung deutlich ausbauen. Dabei war es ein ums andere Mal der 49ers-Neuzugang Marc Reck, der in den Passwegen stand und durch seine Ballgewinne und konsequenten Abschlüsse im Schnellangriff zwölf Punkte beisteuerte. Den Gästen aus dem Emsland, die an diesem Abend ihr erstes Spiel im Herren-Basketball machten, merkte man bereits jetzt die Überforderung mit der Ofener Spielintensität an. Lediglich gelegentliche Einzelaktionen führten bei ihnen zu Punkten von der Dreierlinie. Auf der anderen Seite konnte Coach Heißelmann sein Team munter durchwechseln, ohne dass ein Bruch im Spielfluss zu erkennen war. Die logische Konsequenz war eine komfortable 46:14 Halbzeitführung.

In der zweiten Hälfte nutzte der TuS Ofen die Sicherheit der hohen Führung, um einige alternative Konzepte in Angriff und Verteidigung auszuprobieren. Trotz einiger Umstellungen war allerings weiter kein Nachlassen der Intensität zu spüren. Ganz im Gegenteil: Man merkte allen Spielern ihre Spielfreude nach einer langen Sommerpause deutlich an. Die Aschendorfer erzielten im dritten Viertel angeführt von Aufbauspieler Purisic zwar ihre beste Punktausbeute der Partie, jedoch wurde ihr Spiel unter dem Korb durch die starke Verteidigung der Ofener Center um Jelto Swalve völlig ausgeschaltet.

Obwohl das Spiel zu diesem Zeitpunkt eher einen Testspiel-Charakter hatte, war es dank der Spielfreude der Ofener und des weiterhin guten Engagements der unterlegenen Aschendorfer für die Zuschauer immer noch attraktiv anzusehen. Ein ums andere Mal gelang es den 49ers-Guards mit begeisternden Pässen, ihre zum Korb schneidenden Mitspieler zu finden. Insbesondere Kapitän Jochen Herrmann erwischte einen guten Start ins Schlussviertel und konnten gleich in drei Angriffen in Folge die punktgenauen Pässe von seinem Playmaker Matthias Arnold verwerten.

Am Ende sahen die etwa 30 Zuschauer in der Halle am Rudolf-Kinau-Weg eine überaus faire Partie, in der die Ofen 49ers einen ungefährdeten 84:24 Start-Ziel-Sieg gegen bisweilen überwältigte Gäste aus Aschendorf einfahren konnten. Die 49er untermauerten damit im ersten Saisonspiel bereits deutlich ihre Ambitionen auf einen Platz an der Tabellenspitze der Kreisliga Süd-West.